A passion for heat treatment since 1946

EMA Indutec feiert 70-jähriges Bestehen

Die EMA Indutec GmbH, Spezialist für Induktions-Erwärmungsanlagen und Frequenzumrichter, feiert 2016 ihr 70-jähriges Bestehen. Aus dem ehemals kleinen Reparaturbetrieb aus Hirschhorn im Neckartal bei Heidelberg hat sich im Laufe der letzten Jahrzehnte ein international erfolgreiches Anlagenbauunternehmen mit weltweit über 150 Mitarbeiter/innen entwickelt. Mit ihrer Erfahrung in der Projektierung, Konstruktion und Fertigung von Induktions-Wärmeanlagen und Umrichtern ist die EMA Indutec GmbH ein zuverlässiger und vertrauensvoller Partner der Industrie. Seit 2000 gehört sie zur AICHELIN-Gruppe, einem der weltweit größten Produzenten für Wärmebehandlungsanlagen.

Die Erfolgsgeschichte begann 1946, als der Elektro-Ingenieur Walter Schultze im hessischen Hirschhorn die „EMA Elektromaschinen Schultze GmbH & Co KG“ gründete und mit dem Bau selbstentwickelter rotierender Umformer für Induktionsanwendungen von 1 bis 10 kHz begann. Hierbei wurden zwei Elektromotoren durch eine gemeinsame Achse verbunden, von denen einer an Netzfrequenz als Antrieb fungierte und der andere durch eine mehrpolige Schaltung die höheren Frequenzen generierte. Die neue Technik der Erwärmung begeisterte die erwachende Industrie sofort. Der Unternehmenssitz, eine ehemalige Wehrmachtshalle, wurde daher schon bald zu klein. Um dem Unternehmenswachstum Rechnung zu tragen und bessere Produktionsabläufe zu gewährleisten, brauchte es zusätzliche Hallen und Gebäude, die um das Gründergebäude herum errichtet wurden. Von Anfang an hat Schultze auf innovative technologische Verfahren gesetzt und gleichzeitig in der verhältnismäßig industriearmen Region hunderte von neuen Arbeitsplätzen geschaffen.

Hohe Leistungsstandards, modernste Technik
Schultze positionierte das Unternehmen als Hersteller und Dienstleister im Segment der induktiven Erwärmungs-, Schmelz- und Härteanlagen sowie Frequenzumrichter. Besonderen Wert legte er auf hohe Leistungsstandards, modernste Technik und Zuverlässigkeit. Ausbildung und die Nachwuchsförderung erfolgten deshalb auch von Beginn an im eigenen Betrieb. Mit zunehmendem Geschäftserfolg wuchs auch die Nachfrage nach EMA-Anlagen außerhalb des deutschsprachigen Raums. So wurden bereits in den 1960er- und 1970er Jahren Tochterfirmen in England und Indien gegründet und mit Fertigungs-, Vertriebs-, Inbetriebnahme- und Service-Aufgaben betraut. Nach dem Tod des Firmengründers im Jahr 1976 übernahm zunächst seine Familie die Führung des Unternehmens. Seit dem Jahr 2000 ist die EMA Indutec GmbH fester Bestandteil der seit 1868 in der Wärmebehandlung von Stählen renommierten AICHELIN-Gruppe und fungiert innerhalb der Holding nun als Kompetenzzentrum für induktive Erwärmungs- und Härteanlagen. Trotz ständiger Erweiterungsbauten am ersten Standort musste schließlich in eine neuere, größere Produktionsstätte umgezogen werden. Der Standort direkt am Neckarufer wurde aufgegeben und seitdem ist die EMA Indutec in Meckesheim, im nördlichen Baden-Württemberg beheimatet. Weiterhin hat EMA Indutec im Laufe der letzten Jahre ihren geografischen Geschäftsschwerpunkt weiter in Richtung China und ganz aktuell USA verlagert.

Fokus auf Forschung und Entwicklung

Schon Ende der 1980er-Jahre waren rund 20 Prozent der Belegschaft in der Entwicklung und Konstruktion beschäftigt. Zur Erprobung der neuen technologischen Möglichkeiten wurde schon damals in einen anwendungstechnischen Bereich mit mehreren Versuchsmaschinen investiert. Dies garantierte die stetige Weiterentwicklung und Vergrößerung des Produkt- und Leistungsportfolios. Ganz in dieser Tradition präsentiert sich das moderne Technologiecenter der EMA Indutec GmbH als Herz der Forschung und Entwicklung. Dank entsprechender Versuchsanlagen ist es auch heute noch ein Garant für wichtige Verfahrensoptimierungen und innovative Weiterentwicklungen. In der Fachwelt werden diese Möglichkeiten ebenfalls sehr geschätzt: Viele innovative Verfahrensentwicklungen werden in enger Zusammenarbeit mit externen Partnern und Kunden durchgeführt.

Umfassende Leistungen

Heute stellt EMA Indutec Maschinen- und Sonderanlagen zum Härten, Anlassen und Vergüten sowie Frequenzumrichter für verschiedene induktive Anwendungsfelder im Bereich Erwärmen, Umformen, Schmieden und Schmelzen in Tiegel- und Rinnenöfen her. Abgerundet wird das Leistungsprogramm durch alle notwendigen Nebenaggregate wie Rückkühlanlagen, Mess- und Steuersysteme sowie automatisierte und roboterbetriebene Be- und Entladeeinrichtungen – ganz nach dem Firmenmotto „Alles aus einer Hand“. Eine gut eingerichtete Service-Abteilung sorgt für die weltweite Montage und Wartung der Anlagen. Der umfangreiche After Sales Service beinhaltet Schulungen und Fachseminare vor Ort, einen Abruf-Service für Ersatzteile sowie eine 24-Stunden-Service-Hotline für technische Fragen. Natürlich bietet EMA Indutec auch seinen Industriekunden die Modernisierung von älteren Anlagen an - zumeist eine sehr kostengünstige Alternative zur Neuinvestition. Bei allen Kunden wird die schnelle Reaktionsgeschwindigkeit der Serviceabteilung sowie deren zuverlässige und kompetente Hilfeleistung hoch gelobt.

Blick nach vorne
Das Unternehmen ist seit 2010 auch in Peking mit einem Produktionsstandort vertreten und hält an seinem erfolgreichen Expansionskurs fest. Unter dem Dach von AICHELIN kann EMA auf weitverzweigte Strukturen und wertvolles Know-How zurückgreifen sowie von Synergieeffekten profitieren. Derzeit plant das Unternehmen weitere Expansionsschritte in den USA. Erst im Vorjahr wurde ein neuer Standort in Detroit (USA) eröffnet. „Mit dem großen Erfahrungsschatz und der enormen Innovationsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind wir auf die anstehenden Herausforderungen gut vorbereitet. 70 Jahre nach der Gründung blickt EMA Indutec nicht nur auf eine erfolgreiche Geschichte in Deutschland zurück, sondern auch auf eine vielversprechende globale Zukunft“, erklärt EMA-Geschäftsführer Dr. Matthias Barz.